Ernährungstrends

Ernährung ist schon immer ein umstrittenes Thema gewesen. Wir haben uns über vier aktuelle Ernährungstrends informiert und berichten euch über ihre Vor- und Nachteile.

Paleo - Die Steinzeit Ernährung
Hier geht es nicht um ein neues Parfüm oder eine exotische Frucht, bei Paleo geht es um die sogenannte „Steinzeit Ernährung“. Ihr habt richtig gehört! Ab jetzt wird nur noch gegessen, was es damals im Zeitalter der Neandertaler gab. Es kommen also nur noch Fleisch, Fisch, Eier, Nüsse, Samen, Gemüse und Obst auf den Tisch. Dabei wird vollkommen auf Produkte wie Zucker, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Getreide verzichtet. Diese Lebensmittel stellt mit den heutzutage verfügbaren Lebensmitteln die Ernährung der Sammler und Jäger dar. Vergleichbar ist diese Diät mit dem Prinzip von Low-Carb (zu Deutsch: Wenig bis gar keine Kohlenhydrate).

Gerade der Verzicht auf industriell gefertigte Produkte ist hier im Vordergrund. Laut den Anhängern der Steinzeit Ernährung ist der Körper im 21. Jahrhundert immer noch nicht genetisch an die Veränderung in der Lebensmittelindustrie angepasst und daher ist diese Form der Ernährung für den Körper „am besten“.

Sie birgt allerdings auch einige „Gefahren“, die man nicht außer Acht lassen sollte. Zum einen ist unser Körper mittlerweile ganz anderen Bedingungen in der Natur ausgesetzt, als zur damaligen Zeit. Ein Verzicht auf Kohlenhydrate in der Ernährung führt zwar kurzfristig zu einer Reduktion des Gewichts, langfristig fehlen dem Körper aber wichtige Nährstoffe, die nach dem Einstellen der Diät den bekannten Jojo-Effekt herbeiführen. Genaueres findet ihr auf der Paleo Seite.


Veganismus

Bei der veganen Lebenseinstellung spielt neben dem Verzicht tierischer Produkte auch die generelle Einstellung zu Umwelt und Gesellschaft eine große Rolle. Es werden nicht nur Lebensmittel vermieden wie zum Beispiel Eier, Milchprodukte, Honig, Fleisch und Fisch, sondern auch keine Produkte konsumiert, bei denen die Rechte eines Tieres „verletzt“ werden. Das beinhaltet somit Lederwaren, Kosmetik mit Tierversuchen, Kleidung (z.B. Daunenjacken oder Wollprodukte), teilweise das Halten eines Haustiers oder den Besuch eines Zoos, Zirkus oder Vivarium.

Veganer müssen so viele Produkte und Nährstoffe mit anderen Produkten zu sich nehmen. Da sich der Trend aber mittlerweile immer mehr durchsetzt, wird es immer einfach in lokalen Supermärkten Ersatzprodukte wie z.B. Tofuwürstchen oder Seitan zu finden, auch veganer Käse findet sich unter den Produkte oder lässt sich ganz einfach selbst herstellen, wobei es sich dabei meist nur um eine ähnliche Konsistenz handelt.
In Deutschland gibt es mittlerweile sogar ganze Supermarktketten, welche ausschließlich Vegane Produkte anbieten: Veganz

Wie in jeder besonderen Ernährung gibt es Vor-und Nachteile. Da auf viele Lebensmittel verzichtet wird, muss für den Körper ein Ausgleich geschaffen werden und hier sollte man genau auf seinen Körper hören, damit es nicht zum Mangel verschiedener Nährstoffe kommt. Auch ist der Ersatz durch Soja Produkte umstritten, da für die Soja-Plantagen in Südamerika große Flächen Regenwald gerodet werden und so einer der wichtigsten CO2-Speicher verloren geht.
(Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-11/soja-bilanz)


Rezept für veganen „Käse“:


Zutaten:

  • 2 TL Senf
  • 2 TL Salz
  • 8 EL (Edel-)Hefeflocken
  • 6 TL Mehl
  • 4 EL Margarine
  • 300 ml Wasser

Zubereitung:
Margarine in einen Topf geben und erwärmen, dann Mehl hinzugeben und wie bei einer Mehlschwitze einrühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Langsam 150 ml Wasser dazugeben und unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und Senf und Salz hinzufügen. Schließlich auch die Hefeflocken einrühren und mit dem restlichen Wasser vermischen. Aufkochen, bis eine geschmolzene, käsige Konsistenz erreicht ist. Diese Masse eignet sich für Pizza oder als vegane Käseschicht über Gratins.


Clean Eating
Ein wichtiger Punkt beim Clean Eating ist der Verzicht auf Fast-Food, Fertiggerichte und Lebensmittel mit Zusätzen. Es wird hauptsächlich „frisch“ gegessen und zubereitet, zusätzlich soll man dazu mindestens 3 Liter Wasser zu sich nehmen und den Konsum von Alkohol möglichst vermeiden.
So werden gerade Lebensmittel wie Obst, Gemüse, komplexe Kohlenhydrate (Vollkorn) und fettarme Eiweiße konsumiert. Die Zufuhr von natürlichen und belassenen Lebensmittel und das Weglassen von schlechten Fetten (z.B. Chips, Burger, Pommes, etc.) ist für den Körper eine Erleichterung und auch der verminderte Konsum von Alkohol tut der Leber ebenfalls gut. Mehr Infos gibt es hier!


Detox

Beim Detox wird der Körper „entgiftet“. Dabei wird komplett auf Alkohol, Zigaretten, Fleisch und Süßigkeiten verzichtet und der Körper soll dadurch von toxischen Giften befreit werden und gleichzeitig entschlackt werden. Oft werden hierbei auch Maßnahmen wie Darmspülungen oder Salzbäder ergriffen, die eine Entgiftung zusätzlich fördern sollen.

Eine Variante der Detox Kur kann der Konsum von ausschließlich Säften sein – die sogenannte Saftkur. Auf Dauer kann das entgiften allerdings gesundheitsschädlich sein, da wertvolle Nährstoffe vermieden werden und somit Mangelerscheinungen vorkommen können. Außerdem entgiftet sich der Körper ganz von selbst. In dem wir viel Wasser trinken scheiden wir täglich alle schädlichen Stoffe aus.


Generell gesagt: Eine ausgewogene Ernährung sowie ein bewusster Konsum von allen Lebensmitteln bietet eine optimale Grundlagen für die ausreichende Zufuhr von den lebenswichtigen Mineral- und Nährstoffen. Am besten hört man hier auf seinen Körper, der sagt einem am ehesten, was er gerade braucht – zumal das bei jedem eine ganz individuelle Angelegenheit ist.

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