Öle und ihre Verwendung

Die Vielfalt der Speiseöle in den Supermarkt-Regalen ist riesig. Doch jedes Öl hat so seine Eigenheiten. Welche das sind und wofür welches Öl verwendet werden kann, erfahrt ihr hier.

Eine der wohl ältesten Ölquellen sind die Früchte des Olivenbaums, der schon in Bibelzeiten als Ölbaum bezeichnet wurde. Doch ölhaltige Samen, Kerne oder Früchte findet man auch in einer Vielzahl anderer Pflanzen, deren Öle man heute in den Regalen unserer Supermärkte findet. Vom klassischen Sonnenblumenöl bis hin zu ausgefalleneren Sorten wie dem Traubenkernöl, bietet die Welt der Öle uns eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Doch welches Öl kann zu welchem Zweck verwendet werden? Und welches Öl ist das gesündeste? Wir haben uns die bunte Vielfalt der Öle etwas näher angesehen und haben uns die Top 5 ausgesucht:

Olivenöl
Olivenöl ist reich an Vitamin A und E, sowie Mineralstoffen wie Kalzium, Magnesium und Phosphor und besitzt kaltgepresst einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (ca. 70 %). Das Öl kann außerdem das Risiko von Herzerkrankungen senken und helfen Bluthochdruck und Übergewicht vorzubeugen.
Verwendung: Olivenöl sollte nur bedingt zum Braten oder Kochen verwendet werden, da die gesunden Inhaltsstoffe ab ca. 180 Grad Celsius zerstört werden können.

Rapsöl
Rapsöl ist gerade in Deutschland eines der beliebtesten Öle zum Braten und Kochen und wird gerne als Olivenöl des Nordens bezeichnet. Wie auch viele andere Öle ist Rapsöl ein Vitamin E-Lieferant. Das Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren im Rapsöl ist besonders günstig und sorgt unter anderem dafür, dass das Öl den Cholesterinspiegel senken und auch langfristig regulieren kann.
Verwendung: Rapsöl ist hitzebeständiger als andere Öle, so gut wie geschmacksneutral und eignet sich daher besonders gut zum Kochen und Backen.

Traubenkernöl
Dieses Öl enthält eine Vielzahl wertvoller Vitamine, die für den menschlichen Organismus wichtig sind. Der hohe Anteil an essentiellen Fettsäuren (90 % ungesättigte Fettsäuren, allen voran die Linolsäure) machen das Öl besonders wertvoll. Für einen Liter Öl benötigt man allerdings ca. 2 Tonnen Trauben (40 kg Traubenkerne), daher ist das Öl eines der teureren Öle im Supermarkt-Regal.
Verwendung: Traubenkernöl kann sehr hoch erhitzt werden (Rauchpunkt liegt bei ca. 210 Grad Celsius) und somit ohne Probleme zum Braten verwendet werden. Durch seinen nussigen Geschmack passt das Öl auch wunderbar zu Saucen, Salatdressings oder Käse.

Leinöl
Von allen Pflanzenölen weist Leinöl die höchste Konzentration an Omega-3-Fettsäuren auf. Der hohe Gehalt der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure wirkt sich besonders vorteilhaft auf unsere Gesundheit aus und kann Entzündungen hemmen, die Blutgerinnung fördern und Blutgefäße erweitern.
Verwendung: Leinöl sollte nur roh verzehrt werden, da sonst die Vitamine und Nährstoffe zerstört werden können. In Salaten und Dips ist das Öl ein leckerer Geschmacksträger.

Kokosöl
Den Abschluss macht das Kokosöl: Es kann nicht nur zum Verzehr in der Küche verwendet werden, sondern auch als Kosmetikprodukt. Mittelkettige Fettsäuren wie die Laurinsäure, Caprinsäure und Caprylsäure wirken antibakteriell, was dazu führt, dass das Öl sowohl innerlich als auch äußerlich gegen verschiedene Krankheiten, wie Herpes oder Pilzinfektionen angewendet werden kann.

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