Schluss mit dem Blähbauch!

Ein aufgeblähter Bauch, Bauchschmerzen oder auch Verstopfung – viele Menschen haben Schwierigkeiten richtig verdauen zu können. Die häufigen Ursachen und wie ihr zukünftig dagegen vorgehen könnt erfahrt ihr hier.

Wie entstehen die Gase?

Die Ursachen von Blähungen und Co. können ganz unterschiedlicher Natur sein:

Blähungen sind Gase, die im Darm entstehen und unter anderem durch den Verzehr von blähenden Nahrungsmitteln ausgelöst werden. Doch auch Faktoren wie Stress, Zeitnot, Nervosität oder Gewohnheit spielen eine entscheidende Rolle für die Verdauung. Durch meist hastiges essen kann eine Menge Luft geschluckt werden, welche wiederum für einen aufgeblähten Magen sorgt. So entsteht im Magen schnell ein Völlegefühl, welches entweder durch Aufstoßen verringert wird oder teilweise in tiefere Etagen des Verdauungstrakts entweicht. 

Die meisten Darmgase entstehen allerdings bei der Verdauung selbst, wie zum Beispiel bei der Neutralisierung von Magensäure und Fettsäuren aus den Nahrungsfetten oder bei der Verarbeitung von Zuckerverbindungen (Kohlenhydrate), die unverdaut in den Dickdarm gelangen und dort von Bakterien vergoren werden. 

Keine Sorge: Bakterien im Darmtrakt sind ganz normal und sogar sehr wichtig, denn ohne sie würde keine Verdauung stattfinden. 

Ein Teil dieser entstehenden Kohlendioxide (CO2), was übrigens geruchslos ist, gelangt über das Blut in die Lunge und wird von uns abgeatmet. Der übrige Teil ist ein Mix aus CO2, Wasserstoff, Stickstoff, Methan, Ammoniak, Schwefel und anderen Gärungsprodukten werden durch den Darm abtransportiert. Dieser Prozess kann bis zu eine halbe Stunde dauern. Zum Vergleich: Feste Nahrung braucht bis zu zwei Tage!

Welche Lebensmittel verursachen die Gase?

Der Verdauungstrakt muss nach jeder Mahlzeit Höchstleistungen erbringen, um die konsumierte Nahrung zu verarbeiten, doch bei einigen Lebensmitteln entstehen zusätzliche Gase. Folgenden Lebensmittel gehören zum Beispiel dazu: Bohnen („Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen“), Eier, Hülsenfrüchte, Käse, Kohl, Rettich, Milchprodukte (Milchbakterien), Kraut, unreifes Obst, Vollkornbrot (schwerer verdaulich), Fleisch & Wurst, Zwiebeln & Knoblauch, Lauch, sowie Fertigprodukte, etc. 

Generell gesagt erschweren fettreiche, zuckerhaltige, laktose- und hefehaltige Lebensmittel unserem Organismus die Verdauung. Das heißt jetzt nicht, dass wir auf all diese Lebensmittel verzichten müssen, jedoch sollten wir diese bei anhaltenden Beschwerden versuchen zu verringern. 

Zusätzlich sollten wir darauf achten, dass jede Mahlzeit in Ruhe und ohne Druck eingenommen wird. Das bewusste Zerkauen und vor allem Zerkleinern der Nahrungsmittel unterstützt den Körper beim Verarbeiten. Man verringert das Risiko Luft zu schlucken und als netten Nebeneffekt erzielt man ein frühzeitiges Einsetzen des Sättigungsgefühls und vermeidet ein Vollegefühl.

Bei regelmäßigen und anhaltendenden Symptomen sollte eine Lebensmittelunverträglichkeit über einen Arzt abgeklärt werden.

Was hilft gegen Blähungen?

Neben der Vermeidung bzw. Verringerung der blähenden Faktoren können auch weitere „akute“ Maßnahmen bei der Verarbeitung helfen:

  • Bauchmassage: sie wirkt entspannend und durch leichtes Drücken lassen sich Gasblasen schneller aus dem Körper befördern
  • Bewegung: der klassische Verdauungsspaziergang macht seinem Namen alle Ehre! Durch die Bewegung werden die Muskeln aktiviert und gelockert. So können die Gase besser entweichen.
  • Fencheltee bzw. generell Tee: Der Tee sorgt für Entspannung im Verdauungstrakt und verringert den Druck im Bauch, wenn dieser gebläht ist. 
  • Wärme: Sie löst die Verspannung und wirkt wohltuend. Am besten eignen sich die Wärmeflasche, Heizdecken oder Körnerkissen. 
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