Zucker, seine Auswirkungen und gesündere Alternativen

Vor allem in westlichen Regionen gehört der Konsum von raffiniertem Zucker zum Alltag dazu. Was er im Körper ausrichtet und welche gesünderen Alternativen es gibt erfahrt ihr hier.

Ob als Aufstrich auf dem Brot, im Kaffee oder Tee, in Süßigkeiten oder auch in Getränken. Dazu kommt der versteckte Zucker in industriell hergestellten Lebensmitteln wie z.B. Konserven, Milchprodukten, Saucen, etc.,  Zucker ist in unserem Alltag allgegenwärtig.

Was versteht man unter „Zucker“?
Im ursprünglichen Sinne wird Zucker ein süß schmeckendes, kristallines Lebensmittel bezeichnet, besteht überwiegend Saccharose und wird aus Pflanzen gewonnen. Die Hauptquellen des Zuckers sind dabei das Zuckerrohr, welcher hauptsächlich in den Tropen angebaut wird und die Zuckerrübe, mit dem Anbau in gemäßigten Breiten wie z.B. Mitteleuropa.


Gesundheitliche Auswirkungen
Der durchschnittliche Zuckerkonsum hat sich in den letzten Jahren um ein Vielfaches gesteigert, wodurch Krankheiten wie zum Beispiel Adipositas (Fettleibigkeit), Typ-2-Diabetes, Gehirnschäden, etc. begünstig werden.

Forscher fanden heraus, dass übermäßiger Konsum dazu führt, dass die Erinnerungszentral im Gehirn von Menschen lahmgelegt wird. Das Gehirn reagiert also auf eine Überdosierung ähnlich wie auf eine Vergiftung. Es werden nur noch wenige Proteine für die Neubildung von Nervenzellen und Synapsen aktiviert und der Hippocampus (Teil des Gehirns) reagiert schlechter auf das Hormon Insulin, welches die entscheidende Rolle beim Senken des Blutzuckerspiegels spielt.
(Quelle: https://www.welt.de/gesundheit/article148017029/Warum-zu-viel-Zucker-uns-dumm-macht.html)


Die gesünderen Alternativen

1. Agavensirup oder Agavendicksaft: Das Süßungsmittel kommt ursprünglich aus Mexiko und wird aus den verschiedenen Arten der Agave hergestellt. Er ist süßer als Honig, allerdings weniger dickflüssig und eignet sich sehr gut zum Süßen von Getränken, allerdings weniger zum Backen. Aufgrund des weiten Transportweges ist er allerdings nicht sehr ökologisch.

2. Fructose: Der natürliche Fruchtzucker kommt, wie der Name schon sagt, in Früchten vor. Doch auch hier gibt es Fallen. Viele Lebensmittelhersteller verwenden eine isolierte und hochkonzentrierte industriell hergestellte Fructose. Diese sollte nach Möglichkeiten vermieden werden, da sie ähnliche negative Auswirkungen mit sich bringt.

3. Honig: Vor der Herstellung von Zucker aus Rüben war Honig fast das einzige Süßungsmittel in unseren Breiten. Was ihn von Kristallzucker unterscheidet? Seine wertvollen Inhaltsstoffe wie z.B. Pollen, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme Aminosäuren, Vitamine, etc. Beim Kauf sollte vor allem darauf geachtet werden, dass der Honig aus der Region kommt.

4. Erythrit: Erythrit ist als weiterer Zuckeraustauschstoff komplett kalorienfrei und kommt ganz natürlich in reifen Früchten, manchem Käse oder Wein vor. Er eignet sich besonders gut für Diabetiker und kalorienbewusst lebende Menschen. Eine Überdosierung kann, wie bei allen Zuckeralkoholen, zu Blähungen und Durchfall führen, jedoch ist hier eine größere Menge notwendig. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass kein gentechnisch veränderter Mais oder Pilze zum Einsatz kommen und das Produkt ein Biosiegel trägt.

Die Zufuhr von Zucker oder Alternativen ist schon seit einigen Jahren umstritten. Das bedeutet nun nicht, dass man komplett auf Zucker verzichten sollte. Vielmehr ist ein bewusster und vor allem gemäßigter Konsum wichtig – auch bei den Zuckeralternativen – um den Körper vor langfristigen, möglichen Schäden präventiv zu schützen.

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